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19. Juni 2010
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Studie: Abholzung des Regenwaldes in Brasilien führt zu mehr Malaria-Erkrankungen

Abholzung des Regenwaldes in Brasilien führt zu mehr Malaria-ErkrankungenWASHINGTON – Wie eine Untersuchung von amerikanischen Wissenschaftlern der Universität von Wisconsin jetzt zeigt, ist bedingt durch die Abholzung des brasilianischen Amazonas-Urwaldes ein deutlicher Anstieg an Malaria-Erkrankungen festzustellen. Laut den Forschern stieg die Anzahl der Erkrankungen in den betroffenen Regionen um bis zu 50 Prozent an. Durch die Rodung der Wälder entstehen neue Lebensbereiche für den Anopheles-Moskito, der als Hauptüberträger des Malaria-Erregers gilt.

Sarah Olson, die Verantwortliche für die Studie, weist darauf hin, dass die Rodung der Regenwälder in Brasilien ein wichtiger Faktor für die Zunahme der Malaria-Erkrankungen ist. Die Forscher griffen bei den Auswertungen ihrer Daten auf  Satelittenfotos der NASA zurück, die das Ausmaβ der Abholzung zeigen, und verglichen diese mit Daten aus 54 Gesundheitsbezirken in den betroffenen Urwaldregionen.

Immer noch stecken hinter dem Kahlschlag in Brasilien Farmer, die riesige Waldbestände in Brand stecken, um so schnellstens neue Anbauflächen zu schaffen. So schätzt man, dass jährlich in den Jahren 1998 bis 2007 bis zu 19 000 km2 Regenwald allein in Brasilien verschwunden sind. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit pro Jahr etwa 860 000 Menschen an Malaria-Erkrankungen. In Brasilien werden pro Jahr 500 000 Malaria-Fälle offiziell gemeldet. Die Studie wurde kürzlich im Fachmagazin Emerging Infectious Diseases veröffentlicht.

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