Loveparade 2010: Wer hat Schuld am Tod von 19 Menschen?
DUISBURG – Auf bislang 19 Todesopfer und über 340 Verletzte stieg die Zahl der Zerdrückten und Zerquetschten bei der Loveparade in Duisburg an. Jetzt nachdem das Event vorüber ist, wird nach den Schuldigen gesucht, die für das Chaos verantwortlich sind.
Augenzeugen kritisieren den einzigen Zugang zum Festival durch den Tunnel, der allen Opfern zum Verhängnis wurde. Angeblich war die Polizei von der Überfüllung des Tunnels informiert.
Video: Loveparade 2010 – Chaos mit Todesfolgen
Zeugen sagen aus, dass sie die Polizeieinheiten, die den Tunnel gesperrt hatten, kurz bevor die Panik ausbrach, über die Situation im Inneren des Tunnels ins Bild gesetzt hätten. Die Polizei hätte die Warnungen jedoch ignoriert.
“Man kann nicht eine Million Menschen hinter einen Zaun sperren, man muss sie gehen lassen, dann passiert so etwas nicht” , beklagt sich ein Augenzeuge gegenüber den Journalisten.
Anwohnern fiel der Wahnsinn nur einen Zugang zur Loveparade zu schaffen schon Tage vor dem Beginn der Veranstaltung auf. Viele Erste-Hilfe-Helfer hatten nicht einmal die Möglichkeit an die Verletzten heranzugelangen. Laut offiziellen Schätzungen waren 1,4 Millionen Menschen anwesend. Auch Dr. Motte, der Gründer der Loveparade, kritisierte den einzigen Zugang zum Festival. “Die Organisatoren haben keine Verantwortung für die Leute gezeigt.”
Warum es zum Ausbrauch der Massenpanik kam ist bisher noch nicht geklärt. Der Bürgermeister der Stadt Duisburg, Adolf Sauerland, verteidigt hingegen die Sicherheitsmaβnahmen, die im vorhinein simuliert wurden.
Kanzlerin Angela Merkel unterdessen hat den Opfer der Hinterbliebenen ihr Beileid ausgesprochen.
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9 Kommentare
Was für eine Tragödie. :O Sowas hätte nicht passieren dürfen!
Man muß kein Staatsanwalt sein, kein Gutachter und kein Anwalt – um zu erkennen, welches die Ursache sei für dieses unbeschreibbar zu tiefst erschütternde Ereignis. Bilder in den Medien als auch im Netz sprechen hier eine eindeutige Sprache. Dennoch, und das ist sehr verärgerlich, sucht man offenbar die Schuld bei den Gästen und Besuchern. Eine Ohrfeige für diejenigen, die ihr Leben gelassen haben, aber auch aller anderen Gäste und Besucher.
Allen Familien, die Opfer zu beklagen haben, drücke ich mein Mitgefühl aus. Lasst Eure Kinder nicht ungesühnt zurück, kämpft für die Gerechtigkeit, auch wenn sie Eure Liebsten nicht wieder bringen. Alle Organisatoren, ob Stadt, Veranstalter, Polizei oder Kriesenstab haben versagt, und das ist nicht zu akzeptieren. Niemals.
Wer die Wahrheit nicht kennt, ist ein Dummkopf – wer sie aber kennt, und Sie eine Lüge nennt – ist ein Verbrecher. Was macht man mit Verbrechern?
In diesem Sinne!
Heiko
340 verletzte??? wo habt ihr denn hingerschaut?? bestimmt nicht zur treppe!!!!!
ja sicher eine tragödie, aber die verletztenzahl ist dermaßen untertrieben…
ich würde die wirkliche zahl der verletzten deutlich über 3000 ansiedeln!! man hätte halt nicht einfach die verletzten gen stadtmitte schicken sollen…
komische naziveranstaltung, ohne sinn oder verstand, wer profitierte denn überhaupt davon?
Überfülle Züge, zerbrochenes Glas überall, zu laute musik, was steckte dahinter?
Die Deutsche Bahn war wohl der einzige Profiteur, konnte ein altes verkommendes Gelände vermieten. So behandelt man doch keine menschen. Seltsam, seltsam, seltsam.
Was hat es denn mit Nazis zu tun?
Was 1989 als Demonstration für Liebe und Frieden begann,
nimmt 2010 sein denkwürdiges Ende.
Die Raver dürfen nicht mehr offen ihre Liebe zum Leben zeigen,
sondern werden isoliert und schlimmer als Tiere in Stahzäune gepresst.
Es ist eine Schande das erst so viel Leid uns klar machen muss dass
man Menschen so nicht behandeln darf.
Einzig die Vernunft und Menschlichkeit aller Anwesenden
hat weitaus schlimmeres verhindert.
Den Opfern und ihren Angehörigen wird auch das kaum Trost spenden.
ein Augenzeuge
Ich kann euch allen genau sagen warum so was passiert ist und zwar genau so :letztes jahr ist in bochum die kacke ausgefallen wo alle dann gesgat haben " Hooooo die Bochumer" so udn ein 2. mal di eloveparade noch mal ausfallen lassen ,dass wa rnicht drin deswegen hat man irgendiwe was auf die beine gestelt,ohne die verantwortung fü rmillionen von menschen zu sichern .
Auf jeden Fall finde ich es reichlich überstürtzt von Dr Motte die Love Parade für immer stillzulegen. Das Problem steckt doch völlig woanders und nicht bei den Ravern. Wenn wegen dem faden Beigeschmack, der von jetzt an sicherlich die "zukünftigen" Love Pardes begleiten würde, dieses Musikfest eingestellt werden würden, dann dürfte es auch kein Fussball (Heisselstadion) oder Formel 1 Rennen und ebenfalls viele andere Veranstaltungen (Olympiade München) nicht mehr geben. Der Mann soll sich nicht so wichtig machen.
Es geht auch dadrum, dass die Loveparade immer mehr ihren Sinn verliert. Was früher Sinn und Zweck hatte, ist heute nur noch Saufen und Party… Und wenn man sich tatsächlich hinterfragt, welchen Sinn hat eigentlich die Loveparade heutzutage noch?
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