Wer ist eigentlich David Beckham?
Tritt er nicht heute ab, dann vielleicht morgen – wen interessiert das noch. Man muss kein Fußballfan sein, um zu wissen, dass dieser Mann während seiner Karriere völlig überbewertet wurde. Im Endeffekt nicht gerade ein Mitläufer, aber auch nicht mehr, (von ein paar Glanzpunkten abgesehen) als ein begabter Spieler. Aussehen und Geld zählten für ihn mehr als Einsatz und Leiden. Wenn es was zu gewinnen gab, dann in England meistens selbst. Relativiert man die Story von David Beckham, dann brauchte er viele Superstars um sich herum, um international etwas auf die Beine zu stellen. Der Mann ist ein Womanizer und überdurchschnittlicher Fussballspieler, der durch Werbegags und die Hochzeit mit einer ebenso schrillen Gesangesmieze in den Himmel gehoben wurde. Doch seien wir ehrlich, Beckham ist nicht der groβe (Fussball)-Star, und war es während des gröβten Teils seiner Karriere nicht.
Marketingstrategisch jedoch präsentierte sich der Möchtegern-Adonis wesentlich besser. Keiner verdient(e) soviel wie er. Auf dem Platz blieb er allerdings nicht mehr als ein besserer Spielgestalter – ein echter Reiβer war er nie.
Wer ein Superstar nicht nur beim Abkassieren, sondern auch in sportlicher Hinsicht sein will, der muss mit seiner Nationalmannschaft abräumen. Das gelang dem zig-maligen Kapitän der englischen Equipe jedoch nie. All die Groβen seiner Zunft erheben sich weit über den mittelmässigen englischen Superstar, der er eigentlich nie war.
Betrachtet man sich allein seine Karriere im englischen Nationalteam so wird schnell deutlich was hinter Beckham steckt. Von Erfolg kein Spur. 1998 erhält Beckham gegen Argentinien eine rote Karte und England kann seine Titelhoffnungen in Frankreich begraben. Ganz hart, aber wieder typisch traf es den Gehälter-Meister im Jahre 2004, denn er traf nicht beim Elfmeterschiessen im EM-Viertelfinale gegen Gastgeber Portugal.
2006 war die internationale Karriere schon fast vorbei. Von der Ersatzbank aus durfte er die WM in Deutschland betrachten.
Die Titel, es sind einige an der Zahl, die Beckham eingeheimst hat, bleiben mit Ausnahme des Gewinns der Championsleague 1999 und des Weltpokals im gleichen Jahr auf lokale Ebene beschränkt.
Es bleibt kaum zu erwarten, dass ein Mann wie David Beckham in die Fussball-Analen eingehen wird und mit echten Könnern wie Pelé, Maradona, Zidane oder Beckenbauer gemessen werden kann.
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